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Hund · Versicherung

Hundehaftpflicht: Wo sie Pflicht ist und was sie kostet

Stand: Oktober 2026 · Quelle: Landesrecht, Stiftung Warentest, Verbraucherzentrale

Beißt Ihr Hund einen Radfahrer oder läuft er auf die Straße und verursacht einen Unfall, haften Sie für den Schaden, auch ohne eigene Schuld. Die Hundehaftpflicht zahlt in solchen Fällen. In sieben Bundesländern ist sie für alle Hunde Pflicht.

Pflicht für alle Hunde

in 7 Bundesländern

in NRW für große Hunde, sonst oft nur für gefährliche

Kosten

ab unter 50 € im Jahr

Grundschutz laut Stiftung Warentest

Deckungssumme

mindestens 5 Mio. €

Empfehlung der Verbraucherzentrale

Pflicht-Check: Muss ich meinen Hund versichern?

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Stand Oktober 2026. Gemeinden und Länder können Regeln ändern. Im Zweifel fragt man beim Ordnungsamt nach.

Hundehaftpflicht

In 7 von 16 Bundesländern Pflicht für alle Hunde

Berlin, Bremen, Hamburg, Niedersachsen, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein, Thüringen.

Auch ohne Pflicht ist eine Hundehaftpflicht sehr zu empfehlen: Halter haften für Schäden durch ihren Hund auch ohne eigenes Verschulden (§ 833 BGB).

Warum die Hundehaftpflicht so wichtig ist

Nach § 833 BGB haftet der Halter eines Tieres für Schäden, die das Tier verursacht, auch wenn ihn selbst keine Schuld trifft. Das nennt man Gefährdungshaftung. Springt Ihr Hund zum Beispiel einen Radfahrer an und der stürzt, müssen Sie Arztkosten, Schmerzensgeld und den Schaden am Fahrrad bezahlen. Bei schweren Verletzungen können das sehr hohe Summen sein.

Die Verbraucherzentrale nennt die Hundehaftpflicht deshalb ein absolutes Muss, auch dort, wo sie nicht vorgeschrieben ist. Anders als bei Katzen reicht die normale Privathaftpflicht für Hunde nicht aus.

Was kostet eine Hundehaftpflicht?

Laut Stiftung Warentest gibt es Tarife mit Grundschutz schon für unter 50 Euro im Jahr, teure Tarife kosten bis zum Dreifachen. Die Verbraucherzentrale nennt Jahresbeiträge deutlich unter 100 Euro. Wie viel Ihre Versicherung kostet, hängt unter anderem von der Deckungssumme, der Selbstbeteiligung und den mitversicherten Leistungen ab.

Worauf Sie achten sollten

  • Deckungssumme von mindestens 5 Millionen Euro für Personen- und Sachschäden.
  • Mietsachschäden, wenn Sie zur Miete wohnen oder mit Hund im Ferienhaus übernachten.
  • Andere Personen, die Ihren Hund ausführen, zum Beispiel Freunde oder ein Hundesitter.
  • Welpen, falls Ihre Hündin Nachwuchs bekommt.
  • Schutz im Ausland, wenn Sie mit Hund verreisen, und für wie lange.
  • Selbstbeteiligung: Sie senkt den Beitrag, kleine Schäden zahlen Sie dann selbst.
  • Die Vorgaben Ihres Bundeslandes. Wo die Versicherung Pflicht ist, schreibt das Land teils Mindestdeckungssummen vor.

Besonderheit Nordrhein-Westfalen

In NRW gelten große Hunde als solche, die ausgewachsen mindestens 40 cm Widerristhöhe oder 20 kg Gewicht erreichen (§ 11 Landeshundegesetz NRW). Für sie ist eine Haftpflichtversicherung Pflicht. Außerdem müssen Halter großer Hunde ihren Hund anmelden, chippen lassen und ihre Sachkunde nachweisen.

Häufige Fragen

Ist die Hundehaftpflicht Pflicht?

In 7 Bundesländern für alle Hunde: Berlin, Bremen, Hamburg, Niedersachsen, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein, Thüringen. In Nordrhein-Westfalen gilt sie für große Hunde ab 40 cm oder 20 kg und für gefährliche Hunde. In den übrigen Ländern ist sie meist nur für bestimmte, zum Beispiel als gefährlich eingestufte Hunde vorgeschrieben.

Was kostet eine Hundehaftpflicht?

Laut Stiftung Warentest gibt es Tarife mit Grundschutz schon für unter 50 Euro im Jahr, teure Tarife kosten bis zum Dreifachen. Die Verbraucherzentrale nennt Jahresbeiträge deutlich unter 100 Euro.

Wie hoch sollte die Deckungssumme sein?

Die Verbraucherzentrale empfiehlt mindestens 5 Millionen Euro. Personenschäden, etwa nach einem Unfall mit Verletzten, können sehr teuer werden.

Zahlt die Hundehaftpflicht, wenn mein Hund selbst verletzt ist?

Nein. Die Haftpflicht zahlt Schäden, die Ihr Hund anderen zufügt. Tierarztkosten für Ihren eigenen Hund zahlt eine OP- oder Krankenversicherung.

Zahlt sie Schäden in meiner Mietwohnung?

Nur, wenn Mietsachschäden im Tarif mitversichert sind, zum Beispiel ein zerkratzter Boden oder eine zerbissene Tür. Achten Sie beim Abschluss darauf.

Brauche ich für meine Katze auch eine Haftpflicht?

Meist nicht. Katzen sind in der Regel über die private Haftpflichtversicherung mitversichert. Hunde und Pferde brauchen dagegen eine eigene Tierhalterhaftpflicht.

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Quellen

Alle Angaben ohne Gewähr. Wir vergleichen keine einzelnen Tarife und erhalten keine Provision von Versicherern. Regeln der Länder und Gemeinden können sich ändern. Diese Seite ersetzt keine Rechts- oder Versicherungsberatung.